FLIEGE, DIE

(USA 1986)

Originaltitel: Fly, The
Regie: David Cronenberg
Darsteller / Sprecher: Jeff Goldblum, Geena David, John Getz
Die Geschichte um Seth Brundle(Jeff Goldblum), einen jungen und idealistischen Wissenschaftler fängt so schön an. Er lernt auf einer Party die Journalistin Veronica(Geena Davis) kennen und bittet sie, sich seine Erfindung anzusehen und seine Fortschritte zu dokumentieren. Seine Erfindung ist ein Teleporter. Das zu befördernde Objekt wird in seine Bestandteile zerlegt und auf der anderen Seite neu errichtet. Veronica findet nicht nur Interesse an der Erfindung, sondern auch an dem Wissenschaftler selbst. In den folgenden vierzig Minuten wird die Liebe geschildert, die Seth und Veronica bald verbindet und die Weiterentwicklung der Maschine. Gegenstände funktionieren ja, aber den Affen, den Seth Brundle als Versuchskaninchen benutzt, krempelts von innen nach außen(unschöner Anblick). Als Seth glaubt, daß er endlich den Durchbruch geschafft hat(weil die Teleportation die Affen plötzlich nicht mehr tötet), macht er einen Selbstversuch, der Anfang vom Ende ist. Seth kommt zwar unverändert und mit gutem Gefühl wieder heraus, aber er hat eine Kleinigkeit übersehen. In dem Teleporter war zur selben Zeit mit ihm eine Fliege. Und die Fliege ist nicht wieder heraus gekommen, jedenfalls nicht so, wie sie rein ging. Seth bekommt plötzlich unglaubliche Fähigkeiten. Er hat eine unermüdliche Ausdauer, ist stärker als alle anderen und kann an der Decke kriechen. Schön für ihn, doch auch sein Körper verändert sich. Als er die Stacheln auf seinem Rücken bemerkt, trennt er sich von Veronica. Der mittlerweile wahnsinnig gewordene Seth macht sich bereit auf die totale Mutation zum Fliegenmenschen. Veronica stellt mittlerweile fest, daß sie schwanger ist. Als sie dies Seth erzählen will, hat dieser sich bereits verändert.

David Cronenberg zeigt in seinem Hollywoodeinstand die schrecklichen Ausmaße, die der Fortschrittsdrang bringen kann. Seth Brundle geht einen Schritt zu weit und Cronenberg will die Menschheit davor warnen, daß gleiche zu tun. Und das tut er mit Spannung, Dramatik und Splatter. Wie fast immer bei Cronenberg gibt es viele abgerissene oder zerstückelte Gliedmassen, so reißt Seth Brundle in seinem anfänglichen Fliegenstadium einem vorlauten Rocker beim Armdrücken fast den selbigen raus. Der Film basiert auf einem Horrorfilm mit gleichem Titel von 1958 mit Vincent Price. Natürlich wird nur ein Teil der Ausgangssituation übernommen und der Rest dann modernisiert und völlig umgemodelt. 1988 fand der Film dann ein Sequel, in dem Seth Brundles Sohn geboren wird. Leider hat "Die Fliege II" das meiste an Atmosphäre und Beeindruckendem verloren, was Teil 1 hatte. Einen Oscar gab es für die Spezialeffekte an Chris Wales, der dann auch dieses Sequel drehte. (Sebastian Schmidt)
Splatter SFX Humor Action Anspruch Spannung Erotik Musik Gesamt
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